Heute fand unser Waldtag statt. Waldfest gekleidet unternahmen die Erstklässler bei bestem Wetter einen Ausflug zur Entenhütte beim Helmlinger Kieswerk.
Eingebettet von Bäumen bot der Platz die optimale Gelegenheit, um den Wald zu erkunden.
Unterstützt und angeleitet wurden wir dabei vom Waldmobil. Dabei handelt es sich um ein Bündnis von Waldfreunden, denen ein achtungsvoller Umgang mit der Natur am Herzen liegt. Mit ihrer Unterstützung wird Wald- und Umweltpädagogik erlebnis- und handlungsorientiert direkt vor Ort ermöglicht.
Die Waldpädagogin Frau Kress führte uns dabei unter dem Motto „Wir Klimafüchse“ durch die Natur.
Was bedeutet eigentlich das Wort Klima? Viele Kinder verbanden den Begriff mit dem Wetter. Tatsächlich ist damit das durchschnittliche Wettergeschehen an einem Ort oder in einem Gebiet über einen langen Zeitraum (mindestens 30 Jahre) gemeint.
Wie hat sich das Wetter in den letzten Jahren verändert? Genau, es wurde wärmer. Welche Auswirkungen dieser Wandel speziell für den Lebensraum Wald, seine Pflanzen und Bewohner hat, sollte erarbeitet werden.
Anhand zahlreicher Aufgabenstellungen durften die Waldforscher ihre Vorkenntnisse unter Beweis stellen und auch Neues dazu lernen.
Zum Einstieg beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage: Woraus besteht ein Baum? Aus Naturmaterialien bauten sie gemeinsam ein Exemplar nach. Bei der Betrachtung wurde bewusst, dass jeder Baum aus Wurzel, Krone und Stamm besteht. Warum eigentlich?
Auch ein Baum hat Bedürfnisse: Ein Baum benötigt zum Leben und Wachsen vor allem Wasser, Licht (Sonnenenergie), Kohlendioxid aus der Luft, Nährstoffe aus dem Boden sowie ausreichend Wurzelraum. Dabei lernten die Kinder, dass auch ein Baum trinken muss, um gesund zu bleiben und welche Rolle dabei die einzelnen Bestandteile spielen. Davon abgesehen wurde verdeutlicht, dass Pflanzen mit ihren Blättern das Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen. Mit Sonnenlicht machen sie aus Wasser und Kohlendioxid Zucker und Sauerstoff. Den Zucker brauchen die Pflanzen zum Wachsen, aber einen Teil des Sauerstoffs geben sie wieder an die Luft ab.
Den Kindern wurde klar, wie wichtig der Baum für die Erhaltung von Mensch und Natur ist.
Ein nachgebauter Wald im Glas veranschaulichte uns ein Mini – Ökosystem, das sich durch den natürlichen Wasser- und Sauerstoffkreislauf selbst versorgt.
Bei einem Experiment schlüpften alle Kinder unter eine Plane. Dabei wurde festgestellt, dass es warm wurde.
Doch was bedeutet die Erderwärmung für Tiere und Pflanzen?
Anschließend stellten Füchse aus aller Welt ihre Lebensbedingungen bei den Klimaforschern vor: Rotfuchs, Polarfuchs, Andenfuchs und Wüstenfuchs sind auf unterschiedlichen Orten in der Welt zu Hause. Alle haben sie mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Der Polarfuchs ist am stärksten vom Klimawandel betroffen. Durch steigende Temperaturen schmilzt das Eis. Das macht das Überleben schwierig für ihn, da er auf Eisschollen weder jagen noch sich fortpflanzen kann. Zudem führt häufigerer Regen im Winter zu Nahrungsmangel. Durch die Erwärmung der Arktis dringen immer mehr Rotfüchse in seinen Lebensraum vor.
Um sich noch besser in das Leben eines Fuchses hineinversetzen zu können, durfte jedes Kind eine eigene Fuchsmaske basteln. Im Anschluss wurde der Wald aus den Augen eines Fuchses erkundet.
Beim Spiel „Wir Füchse sind schlau“ durften die Kinder eigene Beweglichkeit und Geschick unter Beweis stellen.
Doch was können wir machen, dass es den Füchsen besser geht? Die Kinder hatten kreative Vorschläge wie tote Mäuse zum Fressen in den Wald legen oder Wasser zur Verfügung stellen. Da dies auf die Dauer zu anstrengend schien, wurde weiter nach Lösungen gesucht. Nach und nach wurde klar, wie jeder auf relativ einfache Art und Weise dazu beitragen kann, dass es dem Klima, der Umwelt, dem Wald und schließlich seinen Bewohnern besser geht:
Wir brauchen gesunde Luft. Aber wie bekommt man die? Wir Menschen verstärken den Treibhauseffekt, indem wir zu viele schädliche Gase in die Luft abgeben. Der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 muss reduziert werden.
Und an dieser Stelle kommen die Kinder mit ihren Ideen ins Spiel:
Man könnte Strom sparen, indem man auf den Fernseher oder das Tablet verzichtet oder unnötige Lichter ausschaltet, man sollte mehr Bäume pflanzen, Fahrgemeinschaften bilden oder mit dem Fahrrad fahren …
Auch das Wasser wurde als wertvolles Gut erkannt. Hier wurden Vorschläge wie duschen statt baden oder den Wasserhahn beim Zähneputzen nicht laufen lassen geliefert.
Durch die intensive und gleichzeitig naturnahe Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz haben wir viel gelernt. Spielerisch und mit viel Bewegung haben wir neue Informationen über den Lebensraum Wald erfahren.
Vielen Dank an das Waldmobil und Frau Kress für den spannenden und kurzweiligen Vormittag!


