Natur mit allen Sinnen erleben
Seit vielen Jahren gehört unser Kräuterhochbeet fest zum Schulgarten und damit zum naturnahen Lernen an unserer Schule. Es bietet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Pflanzen nicht nur im Unterricht kennenzulernen, sondern sie direkt vor der Klassenzimmertür zu beobachten, zu pflegen und mit allen Sinnen zu erleben.
Die Geschichte unseres Kräuterhochbeetes begann bereits im Jahr 2007. Unter der Leitung von Heinz Zimpfer wurde das ursprüngliche Hochbeet angelegt und entwickelte sich schnell zu einem besonderen Bestandteil unseres Schulhofes. Die Schülerinnen und Schüler konnten dort verschiedene Kräuter entdecken, ihre Düfte kennenlernen und die Entwicklung der Pflanzen über die Jahreszeiten hinweg beobachten. Auch im Unterricht und bei verschiedenen Schulaktionen wurde das Kräuterhochbeet immer wieder genutzt.


Bereits im Schuljahr 2007/2008 nahm unsere Schule mit dem neuen Kräuterhochbeet am Landeswettbewerb „Schulgarten und Schulumfeld – Gärtnern macht Schule“ teil. Die Fachjury betrachtete dabei unter anderem die Gestaltung des Schulumfelds, die Bedeutung für Naturerziehung und Unterricht, die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern sowie die naturnahe Pflege und nachhaltige Nutzung. Auch wenn es damals nicht für einen der ersten drei Plätze reichte, war die Teilnahme eine wertvolle Anerkennung für unser Engagement und eine schöne Bestätigung für das besondere Projekt.

Im Laufe der Jahre hinterließen Wind und Wetter ihre Spuren. Die ursprünglichen Natursteinbegrenzungen wurden zunehmend marode und konnten die Form des Hochbeetes nicht mehr zuverlässig halten. Deshalb entstand der Wunsch, das Kräuterhochbeet grundlegend zu erneuern und für die kommenden Jahre dauerhaft zu erhalten.
Im Frühjahr 2025 wurde dieses Vorhaben schließlich in die Tat umgesetzt. Unter Beibehaltung der ursprünglichen Form wurde das Hochbeet neu aufgebaut. Die alten Natursteine wurden entfernt, eine stabile Grundlage geschaffen und die neue Begrenzung sorgfältig gemauert. Unterstützt wurde das Projekt maßgeblich durch unseren Förderverein, der die Planung, Organisation und Finanzierung übernahm. Auch die Firma Peter aus Freistett leistete mit einer großzügigen Sachspende einen wichtigen Beitrag und stellte rund ein Drittel der benötigten Steine zur Verfügung.

Im Frühjahr 2026 erhielt das Hochbeet schließlich seine neue Bepflanzung. Zahlreiche duftende Kräuter finden dort nun wieder ihren Platz. Neue Pflanzenschilder machen für die Kinder sichtbar, welche Kräuter im Beet wachsen. So lädt das Hochbeet zum Beobachten, Riechen, Fühlen und Probieren ein und bietet vielfältige Möglichkeiten für den Unterricht und eigene Entdeckungen.

Feierlich eingeweiht wurde das neu gestaltete Kräuterhochbeet im Juni 2026 im Rahmen unseres Schulhofhocks. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und zahlreichen Gästen wurde auf die gelungene Neugestaltung angestoßen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie viel durch gemeinsames Engagement entstehen kann.
Unser Kräuterhochbeet ist heute mehr als nur ein Teil des Schulgartens. Es ist ein lebendiger Lernort, an dem Kinder Natur unmittelbar erleben und Verantwortung übernehmen können. Sie entdecken die Vielfalt der Kräuter, beobachten deren Wachstum und erfahren, wie aus kleinen Pflanzen wertvolle Lebensmittel und Gewürze entstehen.
Die Geschichte des Kräuterhochbeetes zeigt, dass gute Ideen lange Bestand haben können, wenn sie immer wieder gepflegt, weiterentwickelt und von einer neuen Generation mit Leben gefüllt werden. Wir freuen uns darauf, dass unser Kräuterhochbeet auch in den kommenden Jahren wachsen, blühen und viele Kinder zum Entdecken und Lernen einladen wird.
