In diesem Jahr durfte ich den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse vorlesen.
Bereits einige Tage vor dem bundesweiten Vorlesetag machte ich mir demnach Gedanken über eine geeignete Lektüre. Schließlich galt es, ein Buch auszuwählen, das bei den Kindern die Lust am Lesen weckt und Lesefreude unterstützt.
Ich entschied mich für das Buch „Madita“ – einen Klassiker von Astrid Lindgren, den ich als Kind verschlungen und mehrmals gelesen habe.
Zunächst stellte ich die berühmte Autorin vor:
Astrid Anna Emilia Lindgren war eine schwedische Schriftstellerin, die im Jahr 2002 verstorben ist. Heute gehört sie mit einer Gesamtauflage von etwa 170 Millionen Büchern zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Ihre Werke sind in 106 verschiedenen Sprachen erschienen. Sie ist unter anderem die geistige Mutter von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Madita, Mio, Kalle Blomquist und Karlsson vom Dach.
Jedes Kind kannte bereits das ein oder andere Buch der Autorin. „Madita“ war allen Schülerinnen und Schülern jedoch unbekannt.
Demnach lernten die Kinder zunächst die Hauptfigur und ihr Leben kennen:
Margareta Engström, genannt Madita, ist fast sieben Jahre alt. Sie lebt mit ihren Eltern, ihrer kleinen Schwester Elisabet, genannt Lisabet, der Magd Alva, Pudel Sasso und Katze Gosan auf dem Gut Birkenlund in Schweden. Später wird noch die jüngste Schwester Kajsa geboren. Auf dem Nachbargut „Waldesruh“ wohnen Herr und Frau Nilsson mit ihrem fünfzehnjährigen Sohn Abbe, Maditas bestem Freund.
In dem Buch geht es um Maditas Alltag, der voller Streiche und verrückter Einfälle mit ihrer kleinen Schwester Lisabet und ihren Freunden ist.
Ich entschied mich dafür, den Kindern ein besonders interessantes Erlebnis vorzulesen, das Kapitel „Als Lisabet sich eine Erbse in die Nase steckte“.
„Lesen ist wie Kino im Kopf.“ (Michael Ende)
Die Kinder tauchten interessiert in Maditas Welt ein und entwickelten eigene Vorstellungen und Bilder.
Es liegt auf der Hand, dass alle sofort fassungslos und gespannt bei der Sache waren. Was macht man mit einer Erbse in der Nase? Wie kommt man nur auf solch eine Idee?
Da war guter Rat teuer.
Es kamen einige Vorschläge, wie man die arme Lisabet von der Erbse befreien könnte.
Schließlich waren alle sichtlich erleichtert, als die Erbse schließlich verschwunden war.
Auf jeden Fall wurde den Kindern schnell klar, dass es generell keine gute Idee ist, sich etwas in die Nase zu stecken.
Zum Schluss bekam jedes Kind ein Lesezeichen mit den bekannten Figuren aus Astrid Lindgrens Büchern. Zu der bekannten Pippi Langstrumpf und dem geliebten Michel aus Lönneberga gesellten sich nun die neuen Hauptfiguren Madita und Lisabet hinzu.
„Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit.“ (Astrid Lindgren)
Es ist immer wieder toll, Kinder zu erleben, die gespannt auf das Vorgelesene lauschen und dabei sichtlich mitfiebern.
Ich hoffe, dass ich heute Lust auf weitere Leseabenteuer geweckt habe!
