Es war wieder soweit: das magische Theater in Baden-Baden erwartete uns dieses Jahr mit dem französischen Volksmärchen „Die Schöne und das Biest“.
Im Theatersaal bezauberte ein Schloss voller flackernder Schatten und sprechender Möbel. Liebevollen Details und fantasievollen Figuren gelang es auf Anhieb, uns in die winterliche Adventszeit eintauchen zu lassen.
„Stellt euch vor: Ein alter Kaufmann verirrt sich in ein Schloss, eine Rose wird gepflückt, ein Biest bereut – und eine kluge Belle merkt schnell, dass hinter manchen Türen mehr steckt als gedacht.“
Die meisten Kinder kannten die Geschichte bereits durch Disney. Auch in der Schule wurde Zeit investiert, um Handlung und die einzelnen Personen genauer vorzustellen.
Es war einmal ein Prinz, der sich mit einer Fee anlegte. Diese belastete ihn mit einem Fluch, die nur die wahre Liebe erlösen kann.
Dabei wurde der junge Mann in ein zotteliges beängstigendes Biest mit zottigem Fell, scharfen Klauen und reißerischen Zähnen verwandelt. Solch ein Biest hat es natürlich nicht leicht im Leben. Einsam lebt es seither in seinem Schloss, bis ein verirrter Kaufmann in einer stürmischen Nach in seinem Zuhause Unterschlupf sucht.
Der staunt nicht schlecht, als ihm unsichtbare Hände Butterbrote servieren und sogar die Füße wärmen.
Fröhlich möchte er sich auf den Heimweg machen. Da entdeckt er eine wunderschöne Blume, die er seiner Tochter Belle mitbringen möchte.
Plötzlich erzittert das Schloss und das Biest springt erzürnt aus dem Schatten. Der Kaufmann ist ein Gefangener. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Freiheit zurückzuerlangen und nicht von dem gefährlichen Wesen aufgefressen zu werden: Seine geliebte Tochter muss bei dem Ungeheuer einziehen. Das möchte der Vater selbstverständlich ganz und gar nicht.
Belle jedoch rettet ihn selbstlos und macht sich auf den Weg ins Schloss. Natürlich hat sie zunächst große Angst und erschrickt sich fürchterlich. Zuerst mögen sich die schöne Belle und das pelzige Biest nicht. Nach und nach entwickeln sie überraschenderweise Zuneigung füreinander.
„Ich hab`dich so lieb.
Ich würd`dir ohne Bedenken,
eine Kachel aus meinem Ofen schenken.“
Die stürmische Belle stellt bald fest, dass alles anders ist, als sie es sich vorgestellt hat. Statt Gefangenschaft erlebt sie Freiheit und genießt die wundervolle Magie des Schlosses. Hinter der rauen Fassade des Ungeheuers entdeckt sie einen weichen Kern. Er bezaubert sie mit seiner humorvollen und zugleich romantischen Art.
Eine unerwartete Freundschaft beginnt, die schließlich in Liebe gipfelt.
„Du bist die Kirsche auf meiner Torte!“
Es ist eine Geschichte über Liebe, Mut und Neugier. Im Vordergrund steht die Kunst, die Schönheit im Verborgenen zu finden.
„Liebe gut, alles gut.“ Mit diesem Satz endete die Aufführung.
Die Kinder durften entdecken, dass innere Schönheit auch in einem zotteligen Pelz mit scharfen Zähnen stecken kann.
Die Botschaft kam an: Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Blickt hinter die oberflächliche Fassade!
Die warme Theateratmosphäre schürte die weihnachtliche Vorfreude. Nicht zuletzt durch das Hervorheben der inneren Werte erlebten wir heute ein wahrhaft besinnliches Weihnachtsmärchen.
Weihnachten kann kommen!
Vielen Dank an den Förderverein und alle, die uns diese magischen Momente ermöglicht hat!
