Drei erlebnisreiche Tage verbrachten die Drittklässler Anfang Mai im Nationalpark Schwarzwald. Wir hatten uns in der Acherner Skihütte niedergelassen, um von dort aus den Lebensraum Wald intensiv zu erkunden. Schon zu Beginn unserer Naturtage gab es viel zu entdecken.
Am Lotharpfad erfuhren die Kinder Interessantes über den Orkan „Lothar“, der im Jahr 1999 große Waldflächen zerstörte. Dabei konnten sie beobachten, dass ein solcher Sturm nicht nur Schäden verursacht, sondern auch neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen lässt. Im Nationalpark wird die Natur bewusst sich selbst überlassen, sodass die Kinder die Entwicklung des Waldes besonders gut nachvollziehen konnten.

Anschließend wanderten wir zur Hütte. Unterwegs begaben sich die Schülerinnen und Schüler trotz Regen auf eine Baum-Rallye. Mithilfe von Baumsteckbriefen versuchten sie, verschiedene Baumarten zu bestimmen.

Endlich an der Hütte angekommen, stärkten wir uns zunächst und machten es uns gemütlich. Nach einigen gemeinsamen Spielen beschäftigten sich die Kinder mit verschiedenen Waldtieren, wurden kreativ und so zu richtigen Waldtierexperten.

Als der Regen etwas nachgelassen hatte, suchten die Schülerinnen und Schüler entlang eines „Pirschpfades“ nach Gegenständen, die nicht in den Wald gehörten. Diese waren versteckt worden und sollten entdeckt werden. So lernten sie, dass man im Wald ganz genau hinschauen muss, um Tiere und andere spannende Dinge zu entdecken und zu beobachten.
Nach einem leckeren Abendessen, das die beteiligten Eltern zubereitet hatten, stand noch ein Waldquiz auf dem Programm.
Warm angezogen, mit Mütze, Handschuhen und Schal, machten wir uns am zweiten Tag auf den Weg zur Hornisgrinde. Dorthin wurden wir von Andreas Twardon vom Nationalpark Schwarzwald begleitet. Obwohl es zwischendurch graupelte und wir sogar einen kleinen Schneemann bauen konnten, ließen sich die Kinder die gute Laune nicht verderben. Unterwegs gab es immer wieder Stationen mit verschiedenen Naturspielen – vom Waldmandala über tierische Rätsel bis hin zu einem Sinnesspiel, bei dem wir uns mit verbundenen Augen von einem Partner führen ließen. Auf diese Weise konnten die Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben. Oben auf der Hornisgrinde angekommen, durften wir im Hornisgrindeturm unsere Vesper auspacken und die wohlverdiente Pause genießen.

Auf dem Rückweg ging es über Stock und Stein, und wir erfuhren unter anderem Spannendes über den Borkenkäfer und seine Rolle im Wald.
Anschließend besuchten wir das Nationalparkzentrum Ruhestein. In der interaktiven Ausstellung konnten die Kinder den Nationalpark und seine Bewohner noch einmal auf ganz besondere Weise kennenlernen und viele neue Eindrücke sammeln. Trotz dieses langen und ereignisreichen Tages meisterten die Drittklässler auch noch den letzten Anstieg zur Hütte.
Nach einer Freizeitphase wartete am Abend ein weiteres Highlight: die Nacht-Expedition. Als es dunkel geworden war, liefen die Kinder entlang eines Seils durch den Wald und vorbei an Riechstationen. Auch hier konnten sie dabei ihre Sinne schärfen. Danach fielen alle müde, aber glücklich in ihre Betten.
Am nächsten Morgen hieß es dann aufräumen, packen und putzen. Während einige Eltern die Hütte wieder auf Vordermann brachten, wurde in einer Abschlussrunde noch über das Erlebte gesprochen. So gingen drei wunderschöne Tage zu Ende. Die Kinder konnten viel über den Wald, seine Tiere und Pflanzen lernen, spannende Abenteuer erleben und viele gemeinsame Erinnerungen sammeln.
Ein herzlicher Dank gilt allen Eltern, die uns so tatkräftig unterstützt haben. Danke fürs Einkaufen, Kochen, Kuchenbacken, für den Fahrdienst und Gepäcktransport, fürs Aufräumen, Spülen und Putzen, … Nur so konnte diese besondere Klassenfahrt möglich gemacht werden.
